Andersen-Schach-Mädchen räumen ab — Jungs mit „Verletzungspech“ knapp an Medaillen vorbei
Zu Beginn des Kalenderjahres steht stets das schwierigste Turnier für die Andersen-Schachschüler an. Die Berliner Schulschachmannschaftsmeisterschaft im Schnellschach (jeder Spieler bekommt 15 Minuten für die gesamte Partie) ist mit Teams aus Vereinsschachpielern und Spielern, die nur in der Schule das Denkspiel ausüben, besetzt. Die knapp 50 Schüler der Andersen Talente- und Bega-Gruppen haben zwar hochwertiges Training in der Schule, aber keinen zusätzlichen Jugendvereinsabend und Spiele am Wochenende. Sie frönen anderen Hobbies, wie Fußball, Sportgymnastik oder Karate. Bei diesem Wettbewerb im Schulschach messen sie sich daher teilweise mit Gegnern einer „anderen Gewichtsklasse“, eben den Vielspielern aus den Vereinen.
Trotzdem erreichten die sechs teilnehmenden Andersen-Teams ansehnliche Platzierungen, wobei die beiden Jungsteams in der Klassenstufe 3/4 durch drei kurzfristige Krankheitsabsagen arg gebeutelt waren – sonst wäre ein Podiumsplatz locker drinnen gewesen. Das ist nun mal das „winterliche Verletzungspech“ auch bei einem Sport wie Schach. Ihre Ausnahmestellung unterstrichen die Mädchen in der Grundschule-Kategorie. Mit 15 gewonnenen von 16 Partien dominieren Vannel Gina, Veronika, Meryem, Aysira und Ela nach Belieben und errangen gelassen und verdient den Berliner-Meisterinnen-Titel.
Swantje Munser wurde dankenswerterweise am zweiten Tag durch fünf Mütter vor Ort im Max-Planck-Gymnasium unterstützt und nun gehen die Planungen bereits in Richtung März. Dann gibt es den gleichen Wettbewerb ohne Vereinsspieler und hier werden die Schach-Denker der Andersen-Grundschule sicher wieder alle an Bord sein und motiviert in Richtung der Top-Ränge schauen.